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Wieder Platz im Schrank

Es war und ist ein Phänomen: Die Türen des Kleiderschranks sind nur noch unter massiven Kraftaufwand zu schließen, und dennoch siegt die Überzeugung, nichts, aber auch gar nichts zum Anziehen zu haben. Was also tun? Die kostspielige Variante führt in die nächstbeste Boutique. Das Problem der fehlenden Klamotten wäre damit kurzfristig gelöst, das Chaos im Kleiderschrank aber vergrößert. Und ein paar Tage später stünde man neuerlich vor dem gleichen Problem.

 

Helfen kann gegen dieses Phänomen nur ein grundlegendes Aufräumen des Schrankes ?Dafür?, sagt Gitta Kleinesper ?muss erst mal alles raus? . Die Chefin einer Service-Agentur für Ordnung und Organisation im Kleiderschrank empfiehlt,  anschließend die Garderobe Stück für Stück in die Hand zu nehmen und die Teile drei Kategorien zuzuordnen: ja, nein, vielleicht. ?Ja?, wandert zurück in den Schrank, ?nein? natürlich nicht. Die Hemden, Pullover und Jacken des ?Vielleicht-Stapels? werden noch mal angezogen und vor dem Spiegel begutachtet, ob man sie tatsächlich behalten möchte.

 

Bei Härtefällen der Sorte ?Eigentlich noch viel zu schön für die Altkleidersammlung? weiß Gitta Kleinesper einen guten Rat: ?Alles, was man zwei Jahre und länger nicht mehr getragen hat, kann getrost weg.? Zweimal pro Jahr rät die professionelle Aufräumerin zur textilen Inventur. Für einen zweitürigen Kleiderschrank sollte man mit anderthalb bis zwei Stunden Arbeit rechnen. ?Die Zeitersparnis und der Spaß an der eigenen Kleidung sind danach enorm", sagt Gitta Kleinesper.

(set)

 

Ausgabe 7/05 der Aachener Zeitung vom 19.02.2005



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